Hausordnung

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Die Stadthalle Bremerhaven Veranstaltungs- und Messegesellschaft mbH, Wilhelm-Kaisen-Platz 1, 27576 Bremerhaven (nachfolgend "Betreiber"), erlässt für die "Stadthalle Bremerhaven und die "Eisarena Bremerhaven“ (nachfolgend genannt „Häuser“) folgende Hausordnung:

§ 1 - Geltungsbereich

  1. Diese Hausordnung in ihrer jeweils aktuellen Fassung gilt für das gesamte Betriebsgelände des Betreibers, einschließlich der Freiflächen.
  2. Diese Hausordnung gilt sowohl an den jeweiligen Veranstaltungstagen für alle Veranstaltungen sowie auch an allen sonstigen Tagen.
  3. Mit dem Erwerb der Eintrittskarte erkennt der Besucher diese Hausordnung als verbindlich an.

§ 2 - Hausrecht

  1. Dem Betreiber steht das alleinige Hausrecht zu. Während der Veranstaltungen wird das Hausrecht durch den Betreiber und/oder den vom Betreiber beauftragten Ordnungsdienst ausgeübt.
  2. Das Hausrecht des Veranstalters im Sinne des Versammlungsstättengesetzes bleibt unberührt.

§ 3 - Zutritt von Besuchern zu der Veranstaltung

  1. Der Zugang zu der Veranstaltung wird nur gegen Vorlage einer gültigen Eintrittskarte gewährt. Jeder Besucher muss während des Besuchs der Veranstaltung seine Eintrittskarte mit sich führen, auf Verlangen des Personals des Veranstalters oder Betreibers vorzeigen und gegebenenfalls zur Überprüfung aushändigen.
  2. Besucher, die ohne gültige Eintrittskarte in den Häusern angetroffen werden, können von der Veranstaltung ausgeschlossen werden.
  3. Die Eintrittskarte verliert ihre Gültigkeit beim Verlassen der Häuser. Abweichungen davon sind im begründeten Einzelfall (z. B. Notfälle in der Familie) durch Anordnung des Ordnungsdienstleiters möglich.
  4. Der Ordnungsdienst ist berechtigt, Besucher sowie die von ihnen mitgeführten Behältnisse–auch durch den Einsatz technischer Hilfsmittel –dahingehend zu untersuchen, ob sie aufgrund von Alkohol-oder Drogenkonsum oder wegen des Mitführens von Waffen, von gefährlichen pyrotechnischen Gegenständen oder sonstigen lt. § 5 der Hausordnung verbotenen Gegenständen ein Sicherheitsrisiko darstellen und ggfs. ihnen den Zutritt zu verweigern.
  5. Der Ordnungsdienst ist berechtigt, von Besuchern die Vorlage von Ausweispapieren zu verlangen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass gegen sie ein örtliches oder bundesweites Hallenverbot ausgesprochen wurde.
  6. Verweigert der Besucher die Zustimmung zu diesen Kontrollmaßnahmen, so wird er nicht zu der Veranstaltung zugelassen oder von ihr ausgeschlossen, ohne dass der Kartenwert erstattet wird.
  7. Besucher im Rollstuhl dürfen sich nur auf die für Rollstühle vorgesehenen Plätze in den Häusern stellen. Andere Plätze sind aus Sicherheitsgründen nicht möglich und stehen nicht zur Verfügung. Daher haben auch nur die gesondert ausgedruckten Karten Gültigkeit.
  8. Für Partyveranstaltungen mit Alkoholausschank gilt ein Mindestzutrittsalter von 18 Jahren.

§ 4 - Verweigerung des Zutritts

  1. Besucher, die

    a. erkennbar unter Alkohol-oder Drogeneinfluss stehen,
    b. erkennbar gewaltbereit oder zur Anstiftung zu Gewalt bereit sind,
    c. bei denen ein örtliches oder bundesweites Hallenverbot vorliegt,
    d. erkennbar die Absicht haben, die Veranstaltung zu stören oder
    e. verbotene Gegenstände mit sich führen,

    werden nicht zu den Veranstaltungen zugelassen bzw. von diesen ausgeschlossen.

  2. Besuchern kann der Zutritt verweigert werden, wenn behördliche Auflagen oder die Sicherheit der Veranstaltung (z. B. wegen Überfüllung) dem Zutritt entgegenstehen, ohne dass der Kartenwert erstattet wird.

§ 5 - Verbotene Gegenstände

  1. Es ist den Besuchern verboten, folgende Gegenstände mit sich zu führen:
    a. Waffen und Gegenstände, die wie eine Waffe eingesetzt werden können;
    b. Gassprühflaschen, ätzende oder färbende Substanzen oder Druckbehälter für leicht entzündliche oder gesundheitsschädigende Gase, ausgenommen handelsübliche Taschenfeuerzeuge;
    c. Glasbehälter, Flaschen, Dosen, Plastikkanister, Hartverpackungen;
    d. pyrotechnisches Material wie Feuerwerkskörper, bengalische Feuer, Rauchpulver, Leuchtkugeln, Wunderkerzen etc.;
    e. Fackeln, Stangen, Stöcke (ausgenommen für Gehbehinderte) etc.;
    f. mechanisch oder elektrisch betriebene Lärminstrumente;
    g. Laserpointer;
    h. Schriften, Plakate und andere Gegenstände, die einer extremistischen, rassistischen, fremdenfeindlichen oder fundamentalistischen Meinungskundgabe dienen;
    i. sperrige Gegenstände wie Leitern, Hocker, Stühle, Kisten, Reisekoffer;
    j. Fahnen- oder Transparentstangen, die nicht aus Holz oder die länger als 1,80 m sind oder deren Durchmesser größer ist als 2 cm;
    k. großflächige Spruchbänder, Doppelhalter, größere Mengen von Papier, Tapetenrollen;
    l. Drogen;
    m. jegliche Lebensmittel (Speisen und Getränke). Ausnahmen gelten für Gäste, die Speisen und Getränke krankheitsbedingt nach Vorlage eines ärztlichen Attestes oder eines entsprechenden Ausweises mitführen müssen. Ebenso ausgenommen von einem Verbot ist die Verpflegung von Babys und Kleinkindern;
    n. Tiere, mit Ausnahme von Blindenhunden.

  2. Schirme, größere Taschen, Rucksäcke, Motorradhelme u. ä. dürfen nicht in die Veranstaltungshäuser mitgenommen werden, sondern sind an der Garderobe abzugeben. Der jeweilige Veranstalter kann die Abgabe von Überbekleidung an der Garderobe verlangen.
  3. Besucher, die verbotene Gegenstände mit sich führen, werden von der Veranstaltung ausgeschlossen. In besonders schweren Fällen wird ein Hausverbot verhängt.

§ 6 - Verhalten

  1. Jeder Besucher hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt wird. Jeder Besucher hat den Anordnungen der Ordnungsbehörden, insbesondere der Polizei und der Feuerwehr, sowie des Ordnungsdienstes, des Veranstaltungsleiters und des Hallensprechers Folge zu leisten. Wer diese Anordnungen nicht befolgt, wird vom Ordnungsdienst oder von der Polizei aus den Häusern verwiesen.
  2. Die Besucher haben die ihnen zugewiesenen Plätze einzunehmen. Die Besucher dürfen auf dem Weg dorthin ausschließlich die dafür vorgesehenen Zugänge benutzen. Aus Gründen der Sicherheit und zur Abwehr von Gefahren sind die Besucher verpflichtet, auf Anweisung des Ordnungsdienstes oder der Polizei andere, ggf. auch in anderen Blöcken und Bereichen gelegene Plätze als auf ihrer Eintrittskarte vermerkt, einzunehmen.
  3. In den Häusern und auf dem Betriebsgelände gefundene Gegenstände sind beim Einlasspersonal, bei der Garderobe oder dem Ticket Center abzugeben.
  4. Kommt es zu Personen- oder Sachschäden, so ist dies dem Veranstaltungsleiter oder dem Ordnungsdienst unverzüglich mitzuteilen.
  5. Sämtliche Feuermelder, Hydranten, elektrische Verteilungs-und Schalttafeln, Fernsprechverteiler sowie Heiz- und Lüftungsanlagen müssen frei zugänglich und unverstellt bleiben. Alle Auf- und Abgänge sowie die Rettungswege und Notausgänge sind uneingeschränkt freizuhalten.

§ 7 - Verbotene Verhaltensweisen

  1. Es ist in den Häusern nicht gestattet,
    a. zu rauchen. Grundsätzlich ist das Rauchen nicht erlaubt. Das Rauchverbot erstreckt sich auch auf die Verwendung von elektronischen Zigaretten ("E-Zigaretten"). Nur in den gesondert ausgewiesenen Raucherräumen ist das Rauchen gestattet, kann aber in Einzelfällen auch untersagt werden;
    b. in störender Weise in den Ablauf der Veranstaltungen einzugreifen,
    c. die Veranstaltung durch den Betrieb von Mobiltelefonen zu stören,
    d. ohne Einwilligung des Betreibers Flugblätter oder Werbematerial zu verteilen oder Waren zum Kauf anzubieten,
    e. strafbare oder ordnungswidrige Handlungen zu begehen,
    f. mit extremistischen, rassistischen, fremdenfeindlichen oder fundamentalistischen Parolen oder Gesten seine Meinung kundzugeben,
    g. Absperrungen zu übersteigen oder für Besucher nicht zugelassene Bereiche zu betreten,
    h. verbotene Gegenstände zu verwenden oder mit Gegenständen zu werfen,
    i. außerhalb der Toiletten die Notdurft zu verrichten oder die Häuser in anderer Weise, insbesondere durch das Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfall und Gegenständen, zu verunreinigen,
    j. Feuer zu machen, Feuerwerkskörper, Raketen, bengalische Feuer, Rauchpulver, Wunderkerzen oder andere pyrotechnische Gegenstände abzubrennen,
    k. bauliche Anlagen oder die Einrichtung der Häuser durch Bemalung oder in anderer Weise zu beschädigen oder zu verunreinigen,
    l. in den Häusern entliehene Gegenstände ohne Genehmigung des Betreibers mit aus den Häusern zu nehmen.
  2. Das Mitbringen und Benutzen von Audioaufzeichnungsgeräten sowie Foto-und Filmkameras ist nicht gestattet, mit Ausnahme bei Spielen der Eisbären Bremerhaven und der Fischtown Pinguins zu privaten Zwecken und ausschließlich mit nicht professionellen Geräten. Der Betreiber kann Besuchern mit verbotswidrig mitgeführten Geräten den Eintritt verweigern bzw. derartige Geräte bis zum Ende der Veranstaltung auf Kosten des Besuchers einziehen.
  3. Der Erwerb von Eintrittskarten zum Weiterverkauf und der Verkauf von Eintrittskarten sind untersagt. Rückgabe-, Rückerstattungs-und Gewährleistungsansprüche sind ausgeschlossen.
  4. Dem Betreiber obliegt das alleinige Recht, in den Häusern und auf dem Betriebsgelände Merchandisingartikel, Speisen und Getränke zu verkaufen oder dieses Recht an Dritte weiterzugeben.
  5. Im Einvernehmen mit der Stadt Bremerhaven und der Polizei kann es einzelnen Besuchern der Häuser gestattet werden, größere als in § 5 Ziffer (1) genannte Fahnen, Transparentstangen sowie großflächige Spruchbänder u. a. mit sich zu führen.
  6. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, insbesondere dann, wenn ein Besucher in den Häusern oder auf dem Betriebsgelände Straftaten (z. B. Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Diebstähle, Drogenhandel) begeht, ist der Betreiber berechtigt, den Besucher von der Veranstaltung auszuschließen und gegebenenfalls Strafantrag zu stellen. Macht der Betreibervon seinem Ausschlussrecht Gebrauch, so verliert die Eintrittskarte ihre Gültigkeit. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Kartenwertes ist ausgeschlossen. Den Anweisungen des Ordnungspersonals ist Folge zu leisten.

§ 8 - Durchsetzung der Hausordnung

  1. Verstößt ein Besucher gegen die Vorschriften der Hausordnung, so wird er von der Veranstaltung ausgeschlossen und gegen ihn ein Hausverbot verhängt. Außerdem kann der Veranstalter Daten zur Person des Besuchers erheben und an die Strafverfolgungs-und Polizeibehörden weitergeben.
  2. Das Recht des Veranstalters und des Betreibers, von dem Besucher Schadensersatz zu verlangen, bleibt unberührt.

§ 9 - Sonstiges

  1. Bei Veranstaltungen besteht aufgrund erhöhter Lautstärke die Gefahr von möglichen Hör-und Gesundheitsschäden. Der Betreiber haftet für Hör-und andere Gesundheitsschäden nur, wenn ihm und seinem Erfüllungsgehilfen Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen oder eine Verkehrssicherungspflicht nicht erfüllt wurde.
  2. Der Betreiber haftet nicht für Schäden, die bei von ihm nicht selbst organisierten Veranstaltungen entstehen und die trotz Erfüllung der ihm obliegenden Verkehrssicherungs- und sonstigen Pflichten entstanden.
  3. Bei Fernsehaufzeichnungen erklärt sich der Gast mit der Verwendung des erstellten Bildmaterials einverstanden.
  4. Für die Garderobe übernimmt der Betreiber Schadensersatz nur bei Feuerschäden bis 400 € pro Person. Entschädigung erfolgt nur bei Vorlage des Original-Garderobentickets. Für Diebstähle an der Garderobe wird nur bei schuldhaftem Verhalten des Betreibers gehaftet.
  5. Auf die Bestimmungen des Versammlungs- und Jugendrechts wird besonders verwiesen.
  6. Abweichend davon gilt ein generelles Alkoholausschank- und Weitergabeverbot an Personen unter 18 Jahren.

§ 10 - Haftungsausschluss

Das Betreten der Häuser erfolgt auf eigene Gefahr. Für Personen- und Sachschäden, die durch Dritte verursacht werden, haftet der Betreiber nicht.

 

Bremerhaven, im Dezember 2013

Stadthalle Bremerhaven Veranstaltungs-und Messe GmbH
Die Geschäftsführung